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Stada: Claudio Albrecht soll´s richten

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Claudio Albrecht – neuer Stada-Chef

Beim hessischen Generika-Hersteller Stada kommt es nach der Übernahme durch den Finanzinvestor Bain und Cinvain zu einem Wechsel an der Führungsspitze, berichten mehrere deutsche Medien. Der Österreicher Claudio Albrecht soll´s nun gemeinsam mit Mark Keatley als Finanzvorstand richten. Engelbert Willink und auch der bisherige Finanzchef Bernhard Düttmann werden damit vorzeitig abgelöst. Der Wechsel solle mit Beginn des vierten Quartals über die Bühne gehen, heißt es aus gut informierte Firmenkreisen.

Claudio Albrecht gilt gemeinhin als “Generika-Schwergewicht”. Der gebürtige Tiroler stand bis 2005 an der Spitze der deutschen Ratiopharm, ehe er die durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geratene Actavis auf Vordermann brachte. 2012 wurde das isländische Generikaunternehmen gewinnbringend an die amerikanische Watson verkauft. Schon damals hieß sein Finanzvorstand Mark Keatley. Zuletzt waren beide beim Beratungsunternehmen Albrecht, Prock & Partners tätig, wo sie unter anderem Bain und Cinven während des gesamten Stada-Übernahmeprozesses in beratender Funktion zur Seite standen.

Albrecht und Keatley sollen vom Aufsichtsrat in ihr Amt berufen werden, sobald die neuen Aufsichtsrats-Mitglieder gerichtlich bestellt wurden. Albrecht wird aber nur für eine Übergangszeit an der Spitze von Stada bleiben. Sobald ein neuer Vorstandsvorsitzender gefunden ist, soll er in eine “nicht-geschäftsführende Funktion im Stada-Konzern wechseln”, wie Bain und Cinven erklärten.

Mit dem neuen Eigner steht auch im Stada-Aufsichtsrat ein Umbruch bevor. Der Vorsitzende Carl Ferdinand Oetker tritt mit vier weiteren Mitgliedern zum 25. September ab. Bereits im vergangenen Sommer war der langjährige Stada-Chef Hartmut Retzlaff von aktivistischen Investoren aus dem Amt gedrängt und durch Wiedenfels ersetzt worden. Stada wollte sich zu dem erneuten Führungswechsel nicht äußern.