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Aus für DrEd in Deutschland?

Deutsches Portal von DrEd

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„Eine Abgabe von Arzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, darf nicht erfolgen, wenn vor der ärztlichen oder zahnärztlichen Verschreibung offenkundig kein direkter Kontakt zwischen dem Arzt oder Zahnarzt und der Person, für die das Arzneimittel verschrieben wird, stattgefunden hat“, heißt es in der vierten AMG-Gesetzesnovelle die vergangenen Woche im deutschen Bundestag beschlossen wurde. Ausnahmen seien nur dann möglich, wenn der Patient dem Arzt oder Zahnarzt aus einem vorangegangenen direkten Kontakt hinreichend bekannt ist und es sich nur um ein Folgerezept handelt.

Mit dieser Regelung schiebt man Fernverschreibmodelle wie sie etwa die britische Online-Praxis DrEd praktiziert einen Riegel vor. Exekutiert soll das zukünftig über die Apotheke werden, die dann nicht mehr berechtigt ist, solche Rezepte einzulösen. Wie genau vom Apotheker zu kontrollieren ist, auf welchem Wege das Rezept erstellt wurde, bleibt allerdings offen. „Die oder der Verschreibende muss sich von dem Zustand der Person überzeugt haben“, heißt es nur knapp in der Gesetzesbegründung.

In Österreich verstoße zwar die Fernbehandlung laut Gesundheitsministerium gegen das geltende Ärztegesetz, Apotheken würden aber internationale Rezepte mit Unterschrift des behandelnden Arztes durchaus einlösen, hieß es 2012 beim Start von DrEd aus der Apothekerkammer.