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Austromed verordnet sich neuen Verhaltenskodex

Medizinprodukte im OP

Medizinprodukte im OP

Über 100 Hersteller von Medizinprodukten des Landes (von knapp 500) vereint die Interessensvertretung Austromed hinter sich. Um den Umgang mit den Einkäufern und Beschaffern in den Gesundheitseinrichtungen, aber auch den Angehörigen von Gesundheitsberufen strikter zu regeln, hat man sich Ende März in der Austromed-Hauptversammlung einstimmig auf eine neue Fassung des Verhaltenskodex geeinigt. Die Neufassung soll neben dem Medizinproduktegesetz (MPG) vor allem – und ähnlich dem Pharmig VHC – die teilweise sehr enge Zusammenarbeit mit den handelnden Personen auf Anwenderseite hinsichtlich Beraterverträge und Unterstützung in der Fort- und Weiterbildung regeln. Austromed Geschäftsführer Mag. Philipp Lindinger: „Die enge Zusammenarbeit von Anwendern und Medizinprodukte-Unternehmen ist im Medizinproduktegesetz als Know-how-Transfer verankert und sogar verpflichtend vorgeschrieben. Der Medizinprodukte-Branche wird es dadurch ermöglicht, notwendige Innovationen zeitgerecht zum Patienten zu bringen und darf nicht mit Korruption gleichgesetzt werden. Umso wichtiger ist es deshalb, diese Beziehungen sauber und transparent zu regeln.“

Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger

Austromed-Geschäftsführer Philipp Lindinger
Fotocredit: Oreste Schaller

Mit der neuen Fassung ist man nicht nur den Bestimmungen des Strafrechtsänderungsgesetzes nachgekommen, sondern hat auch den „Code of Ethical Business Practice“ der Europäischen Dachorganisation „MedTech Europe“ weitestgehend berücksichtigt.

Zusätzlich regelt der Kodex auch eine gedeihliches Miteinander in der Branche. So sollen Mitglieder der Austromed im Interesse der Sicherheit für Patienten, Anwender und Dritte sich in ihren Geschäftspraktiken vom Grundsatz eines fairen Wettbewerbs leiten lassen und alle Handlungen unterlassen, die letztlich diesbezüglich negative Auswirkungen nach sich ziehen könnten.