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BASG beanstandet Arzneimittelwerbung

Die Marketingstrategien der Pharmaindustrie sind nicht immer AMG-konform.

Die Marketingstrategien der Pharmaindustrie
sind nicht immer AMG-konform.

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hat als eine seiner Aufgaben, für die Überwachung der Werbebestimmungen des Arzneimittelgesetzes zu sorgen. Im Zuge dessen erfolgte 2014 die Überprüfung des Werbematerials von fünfzehn ausgewählten Zulassungsinhabern.  Geprüft wurde hinsichtlich der Werbebeschränkungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel nach Abschnitt V des AMG.

Das Ergebnis ist nicht gerade berauschend. Bei 7 von den 15 überprüften Firmen kam es zu Beanstandungen, die sich wie folgt aufteilten:

  • Fachwerbung mit ergänzenden Aussagen zur Kennzeichnung, Fach- und Gebrauchsinformation ohne entsprechende Quellenangabe
  • Laienwerbung mit Aussagen, die über die Kennzeichnung, Fach- und Gebrauchsinformation hinausgehen
  • nicht bzw. nicht ausreichend belegte, ergänzende Aussagen, insbesondere die Behauptung einer sehr guten/hervorragenden Verträglichkeit der Arzneispezialität
  • Laienwerbung für rezeptpflichtige Arzneimittel
  • Fachwerbung ohne Kurzinformation

Das BASG ersucht die Zulassungsinhaber für künftige Überprüfungen die Daten der Informationsbeauftragten aktuell zu halten, die nach Aufforderung übermittelten elektronischen Werbedaten übersichtlich zu gestalten und die angeführten wissenschaftlichen Referenzen bereit zu halten und innerhalb von 1-3 Werktagen nach Aufforderung zu übermitteln.

BASG