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Biach will Leistungen der Kassen harmonisieren

Dr. Alexander Biach, Hauptverbands-Vorsitzender

Dr. Alexander Biach, Hauptverbands-Vorsitzender

Der stellvertretende Direktor der Wiener Wirtschaftskammer und bisherige Stellvertreter der Obfrau in der Wiener Gebietskrankenkasse, Dr. Alexander Biach (Bild) tritt die Nachfolge der zurückgetretenen Ulrike Rabmer-Koller an. Um Reformen voranzubringen, setzt er auf Geschlossenheit und die Einbindung aller Partner, wie er betont. Seine Vision sei ein System, das „effizienter, schneller, gerechter und moderner ist“.

Wenngleich Biach aktuell nicht alles schlechtreden möchte: „Das ist eines der besten Sozialversicherungssysteme der Welt.“ Er möchte dieses weiterentwickeln – ein Vorhaben, an dem mehrere Vorgänger mehr oder weniger gescheitert waren. „Wir schaffen das“, sagt Biach dennoch und formuliert ambitionierte Ziele. Das System müsse leistungsfähig und finanzierbar ausgebaut werden, mit neuen Services und Leistungsharmonisierungen. Bis Jahresende soll die Hälfte der derzeit 33 verschiedenen Leistungen der Kassen in unterschiedlichen Bundesländern vereinheitlicht werden. Große Stücke hält Biach auf die Primärversorgung, die er als eine „Bereicherung des Systems“ bezeichnet.

Die Ärztekammer will der 43-jährige studierte Betriebswirt ebenso wie alle anderen relevanten Gruppen in seine Reformbemühungen einbinden. Alles andere wäre widersinnig, wie wenn man in einem Restaurant die Speisekarte diskutiert, aber den Koch nicht miteinbezieht. Zurückhaltend gibt sich Biach in Sachen Zusammenlegung von Sozialversicherungsträgern – er will verschiedene Studien abwarten und in Ruhe evaluieren. BRU