Menü

„Ich will – ich will nicht!“

DermapharmDer bayerische Arzneimittel-Hersteller Dermapharm wird Insidern zufolge nun doch nicht verkauft. Firmengründer Wilhelm Beier habe die Verhandlungen überraschend erneut auf Eis gelegt, berichten mehrere deutsche Medien mit Berufung auf Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Nachrichtenagentur Reuters. Bis zuletzt durften sich die Finanzinvestoren BC Partners und Nordic Capital Hoffnungen machen. Sie waren in die engere Wahl gekommen und lagen mit ihren Offerten von 1,1 Milliarden Euro nahe an den Vorstellungen Beiers. Schon 2014 hatte der Dermapharm-Eigentümer einen Rückzieher gemacht. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete vorab aus ihrer Dienstagausgabe, Beier habe den Bietern offenbar mitgeteilt, dass er sein Geld in der Dermapharm besser angelegt sehe.

Das mittelständische Unternehmen aus Grünwald bei München bietet schwerpunktmäßig Produkte für Hautpflege, Pilz- und Allergie-Behandlung an, z.B. Ketozolin Shampoo gegen Schuppenbildung mit Juckreiz, Terbiderm gegen Fußpilz oder Ciclocutan gegen Nagelpilz. Zur Dermapharm-Unternehmensgruppe zählen auch Naturarzneien von Hübner (Anton Hübner GmbH, Ehrenkirchen), Generika von Acis (Acis Arzneimittel GmbH, Grünwald), die Sonnenpflege Tiroler Nussöl (Tiroler Nussöl Sonnenkosmetik GmbH, Kitzbühel) und der Arzneimittelhersteller Mibe (Mibe GmbH, Brehna). Der Jahresumsatz liegt zwischen 400 und 500 Millionen Euro, das Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liegt bei knapp 100 Millionen.