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Deutsche Daten bestätigen Studie in Österreich

LA-Med_Facharztstudie_2016_Grafik_Meistgenutzte_Medien_der_Fachaerzte

Ergebnisse der Facharztstudie 2016; Quelle: LA-Med

Deutsche Fachärzte in Klinik und Praxis nennen so wie ihre österreichischen Kollegen (nur Praxis) auch die Fachzeitschrift als die am häufigsten genutzte berufliche Informationsquelle. Das ergaben die kürzlich veröffentlichten Daten der deutschen LA-Med Facharztstudie 2016, die bei über 2600 deutschen Fachärzten in acht Fachgruppen erhoben wurden. Waren es in der österreichischen Studie 74% der niedergelassenen Fachärzten, die bevorzugt die Fachzeitschrift nannten, so sind es jetzt bei den Kollegen aus Deutschland mit 71,6 Prozent ähnlich viele, die zum Print-Medium greifen, wenn sie sich „intensiv“ informieren wollen. Auf Rang zwei folgt hüben wie drüben die Nutzung von fachlichen Tagungen und Kongressen (64% versus 56% in Österreich). Das Internet liegt in Österreich an dritter Stelle, in Deutschland sind es die Gespräche mit den Kollegen.

Interessant in diesem Zusammenhang erscheint auch die Aktivierungsleistung der Medizinische Fachzeitschriften, die – wie auch in Österreich ansatzweise gezeigt – den Fachärzten Anregungen geben, gezielt Websites und Fach-Apps anzusteuern. Demnach haben in der deutschen Studie 61,8 Prozent der befragten Fachärzte nach der Lektüre einer Fachzeitschrift schon einmal eine Website besucht, 24,7 Prozent eine medizinische Fach-App heruntergeladen. Lothar Kuntz, LA-Med-Studiengruppenleiter und Director Sales Management bei Springer Medizin: „Dass ein Viertel der Fachärzte sich nach der Print-Lektüre gezielt Fach-Apps herunterlädt, unterstreicht die Bedeutung der Fach-Journale im crossmedialen Marketing-Mix.“

Die LA-Med hatte 2016 zum zweiten Mal auch die Reichweiten der einzelnen medizinischen Fach-Websites erhoben. Erstmals konnte damit auch die Entwicklungen der digitalen Angebote ausgewertet werden. Laut der Studie zeigt sich insgesamt dabei ein relativ konstantes Bild im Vergleich zu 2014. Obwohl die Facharzttitel in ihren Reichweiten leicht verloren haben, blieben die Websites im Durchschnitt doch noch teilweise recht deutlich unter dem Reichweitenniveau der Zeitschriften.