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EMA startet europaweite Umfrage

Dr. Christoph Baumgärtel, AGES

Dr. Christoph Baumgärtel, AGES

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine europaweite Umfrage gestartet, mit der die Bereitschaft und das tatsächliche Meldeverhalten von Arzneimittel-Nebenwirkungen bei Patientinnen, Patienten und Angehörigen von Gesundheitsberufen erhoben werden soll. Man will damit neue Erkenntnisse für noch mehr Arzneimittelsicherheit gewinnen. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) begrüßt die Umfrage und rät zur Teilnahme. Dr. Christoph Baumgärtel von der AGES Medizinmarktaufsicht. „Wir empfehlen allen Interessierten und den Gesundheitsberufen, Ärzten und Apothekern eine rege Teilnahme an dieser wichtigen EU-weiten Befragung, da wir durch die Ergebnisse das europäische Meldewesen und insbesondere jenes in Österreich, wo die Meldezahlen noch ausbaufähig sind, in Zukunft weiter verbessern können.“

Ein verbessertes Meldeverhalten zu Nebenwirkungen wäre ganz besonders für Arzneimittel wichtig, die mit einem „schwarzen Dreieck“ gekennzeichnet sind und somit einer zusätzlichen Überwachung unterliegen. Das schwarze Dreieck für Arzneimittel dient einer besonders schnellen Identifizierung neuer Erkenntnisse über deren Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung beim in Österreich zuständigen Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)zu melden.

Der Fragebogen, der in alle offizielle Sprache der Europäischen Union übersetzt wurde, steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung und eine Teilnahme dauert nicht länger als 10 Minuten. Der Fragebogen steht für Antworten bis zum 9. Oktober 2017 offen. Die Ergebnisse der Umfrage werden von der EMA und der Europäischen Kommission analysiert und die Schlussfolgerungen werden in Folge veröffentlicht.

Link zur EMA-Umfrage:
https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/EMA-survey-on-reporting-adverse-drug-reactions