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Es spießt sich (noch) beim neuen Rahmen-Pharmavertrag

Rahmen-Pharma-Vertrag: Es geht ums Geld!

Rahmen-Pharma-Vertrag: Es geht ums Geld!

Die Aussagen der Verhandlungspartner über den Rahmen-Pharmavertrag Anfang dieser Woche in Alpbach passten gut zum Generalthema „Ungleichheit“ des diesjährigen Forums Alpbach. Der Hauptverband pocht auf eine Kostendämpfung von insgesamt 125 Mio. Euro für 2016. Ohne ein „gleichwertiges Angebot“ der Industrie gäbe es keine weiteren Gespräche. Die Pharmig wiederum geht davon aus, dass es im September sehr wohl Verhandlungen geben werde. Von einem Scheitern der Verhandlungen sei keinesfalls die Rede. Vielmehr sei ein Vertrag über drei Jahre anzustreben, der beiden Seiten Planungssicherheit geben würde.

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Jan Huber sieht noch
Verhandlungsbedarf

Ende dieses Jahres läuft der Rahmen-Pharmavertrag zwischen Industrie und Sozialversicherung aus. Verhandlungen für eine neue Regelung liefen seit Juni, im Juli erfolgte – je nach Sichtweise der Verhandlungspartner – eine (Teil-)Einigung. Nach einer längeren Bedenkzeit zeigt sich die Industrie bereit, im nächsten Jahr 65 Mio. Euro an den Hauptverband zu zahlen, plus 5 Mio. für Präventionsprojekte im Rahmen des „Gremiums Gesundheitsziele“ für die nächsten drei Jahre. Keine Zustimmung innerhalb der Industrie finden allerdings die derzeitigen Vorstellungen des Hauptverbands, 2016 zu einer gesetzlichen Neuregelung des Erstattungskodexes zu kommen. Nach Vorstellung des Hauptverbands soll z.B. ab dem vierten wirkstoffgleichen Produkt am Markt eine 10-Prozent-Korridorregelung zum billigsten Anbieter gelten. „Damit würde das Argument für die Umstellung auf Generika total verwässert“, so Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber. Das würde schließlich auch dem Pharmastandort – und damit auch dem Arbeitsmarkt – Österreich schaden. Es bestehe die Gefahr, dass kleine Anbieter, die keine Versorgung bieten können, letztlich den Preis vorgeben. SJ