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Finanzminister auf Besuch bei der Welldone-Lounge

Robert Riedl (r) und Mag. Hanns Kratzer (l) mit Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling und Mag. (FH) Birgit Bernhard (c) Katharina Schiffl

Robert Riedl (r) und Mag. Hanns Kratzer (l) mit
Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling und Mag. (FH) Birgit Bernhard
(c) Katharina Schiffl

Mehr als 250 geladene Gäste folgten der Einladung von Robert Riedl, Geschäftsführer der Agentur Welldone zur 46. Welldone Lounge in die Wiener Börsensäle. Nach der Eröffnung gab Finanzminister Dr. Hans Jörg Schelling einen spannenden Impuls. Dabei zog er den ein- oder anderen Vergleich zu seiner früheren Funktion als Vorsitzender im Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger und freute sich über die zahlreich anwesenden Kollegen aus früheren Tagen.

Die Steuerreform ist der Beginn der Reformpolitik – nicht das Ende
„Dass Österreich weniger ein Einnahmen- als ein Ausgabenproblem hat ist ja zwischenzeitig hinlänglich bekannt. Durch die enormen Ausgaben müssen wir seitens der Politik vermehrt darauf aufmerksam machen, dass eben dieses Geld bei den dringend notwendigen Investitionen fehlt. Dass etwa hunderte Millionen zusätzlich in den Arbeitsmarkt gepumpt, dabei aber kaum neue Jobs geschaffen werden, verdeutlicht die Intensität des Problems auf struktureller Ebene. Der Zeitpunkt, dringend notwendige Strukturreformen anzugehen, könnte also kein geeigneterer sein. Jetzt müssen wir Handeln. Nur so werden unsere Kinder- und Enkelkinder in den nächsten Jahrzehnten einen ähnlichen Wohlstand erleben können, wie wir ihn aktuell noch genießen. Nach der Steuerreform ist für mich daher vor den Reformen – etwa im Pensionssystem. Um fit für die Zukunft zu werden müssen wir Österreich eine schlanke Basis mit effizienten Strukturen verpassen. Der Umgang mit unseren Ressourcen muss wieder auf eine klare Ebene gestellt werden“, gab sich Schelling betont entschlossen. Zudem stellte er klar: „Wenn das, was wir im Namen der Gesundheitsreform vereinbart haben nicht umgesetzt werden sollte, so sehen wir das im Finanzministerium relativ rasch – etwa in Form schlechterer Ergebnisse in der Sozialversicherung bzw. als Negativentwicklung im Rahmen des Stabilitätspaktes bei den Ländern. Als Finanzminister bin ich also in beiden Fällen betroffen, weshalb ich besonderes Augenmerk darauf lege, wo wir in der Gesundheit eine Weiterentwicklung zu mehr Effizienz forcieren können.“

Sparen ist nicht nur eine Notwendigkeit sondern liegt immer mehr im Trend
Gemäß dem Motto des Abends wurde auf ein opulentes Buffet verzichtet. Stattdessen gab es Würstel und Wein, dazu reichlich Leitungswasser. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielt die Psychologie eine entscheidende Rolle. In der Werbe- und Kommunikationsbranche spüren wir das anhaltend skeptische Investitionsverhalten besonders stark. Die 46. Welldone Lounge unter das Motto „Sparflamme“ zu stellen war also längst überfällig“, erklärt Robert Riedl das Motto des Abends. Dass Sparen keine Schande ist, weiß auch Hanns Kratzer, Partner der PERI Group: „Das Gute am Sparen ist, dass es aktuell nicht nur eine Notwendigkeit ist und damit durchaus Sinn macht, sondern auch immer mehr im Trend liegt. Nicht dass wir in der Kommunikationsbranche je Geld verprassen konnten, aber aktuell springen wir besonders gerne auf diesen Trend auf.“ Agenturleiterin Birgit Bernhard schloss mit einem Zitat des früheren deutschen Bundesministers Norbert Blüm – „Alle wollen den Gürtel enger schnallen, aber jeder werkt am Gürtel des Anderen“ – und eröffnete das Buffet.

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