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Fresenius steigt ins Biosimilar-Geschäft ein

Fresenius CEO Stephan Sturm Credit: Fresenius

Fresenius CEO Stephan Sturm
Credit: Fresenius

Der im deutschen Bad Homburg ansässige Gesundheitskonzern Fresenius expandiert weiter und übernimmt das Biosimilar-Geschäft von der Darmstädter Merck KGaA. Mit dieser Akquisition steigen die Deutschen in einen „stark wachsenden und zukunftsträchtigen Markt“ ein, begründet CEO Stephan Sturm den Zukauf, der sich mit ersten Umsätzen gegen Ende 2019 zu buche schlagen soll. Ab 2023 rechnet Fresenius dann mit Umsätzen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Kaufpreis für die gesamte Merck Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen soll bis zu 670 Millionen Euro betragen und setzt sich aus einer Zahlung von 170 Millionen Euro und Meilensteinzahlungen von bis zu 500 Millionen Euro zusammen. Übernommen werden sollen auch die mehr als 70 Mitarbeiter an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.

Eine zweite noch viel größere Akquisition der Bad Homburger betrifft den amerikanischen Hersteller Akorn Inc, der im Bereich verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel tätig ist. 4,3 Milliarden US-Dollar plus Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 450 Millionen US-Dollar zahlen die Deutschen um zukünftig am amerikanischen Wachstumsmarkt mitpartizipieren zu können. Akorn bietet intravenös zu verabreichende Arzneimittel an sowie Cremes oder Salben und Augenarzneimittel. Entsprechend soll die auf Infusionstherapien spezialisierte Sparte Fresenius Kabi den US-Konzern übernehmen.