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Thomapyrin wird französisch

20160623_Swap_Infographic_FINAL_ENGDas deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim und der französische Pharma-Multi Sanofi verständigen sich auf den Tausch ihrer Geschäftsbereiche Veterinärmedizin und Selbstmedikation. So werden künftig bekannte Marken wie „Mucosolvan“, „Buscopan“, oder „Thomapyrin“ unter dem Sanofi-Label vertrieben, im Gegenzug und mit einer Zuzahlung von 4,7 Milliarden Euro erhält Boehringer Ingelheim das milliardenschwere Tiergesundheitsgeschäft „Merial“ von den Franzosen. Der Deal bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden und soll mit Ende des Jahres definitiv über die Bühne gehen.

Boehringer-Boss Andreas Barner

Boehringer-Boss Andreas Barner

Die Sparte mit rezeptfreien Mitteln, die an Sanofi gehen soll, bewerten beide Unternehmen mit 6,7 Milliarden Euro. Sanofis Tiermedizinsparte wird in dem Geschäft mit 11,4 Milliarden Euro taxiert. Beide Partner betonen die strategische Wichtigkeit der Vereinbarung. So sieht Prof. Dr. Andreas Barner (Bild), Vorsitzender der Unternehmensleitung bei Boehringer Ingelheim die geplante Transaktion als einen der bedeutsamsten Schritte in der Unternehmensgeschichte und man werde damit die Position seines Unternehmens im Segment der Tiergesundheit enorm verbessern und als einer der ganz großen Player am globalen Markt agieren. Ins ähnliche Horn bläst Olivier Brandicourt, M.D., Vorstandsvorsitzender von Sanofi, der mit dem Deal das französische Unternehmen in ein Spitzenposition im globalen Selbsmedikations-Business katapultieren will.