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Das Integral am PMCA-Tag

Gruppenfoto PMCA Tag 2013v2Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, freute sich dann auch in ihrem Begrüßungsstatement über das rege Interesse und die große Teilnehmerzahl: „Der Pharma Marketing Tag ist – abgesehen von der Verleihung des Goldenen Skalpells – das größte Branchenevent des PMCA. Das zeigen uns auch heuer wieder die große Teilnehmerzahl und die interessanten Diskussionsbeiträge. Als PMCA bieten wir auf der einen Seite praxisgerecht aufbereitetes neues Wissen, auf der anderen Seite schaffen wir Plattformen, um das persönliche Netzwerk auszubauen.“ Um dieses praxisgerechte Wissen ging es dann auch in den sehr interessanten Vorträgen am Nachmittag.

Jeanette Huber, Expertin für Future Fitness vom Zukunftsinstitut in Deutschland, präsentierte in ihrer Key-Note ihre Thesen für das Thema „Gesundheit der Zukunft“ und zeigte damit den Wandel der Branche sowie seine Möglichkeiten und Chancen auf. Es habe bereits ein Umdenken der Bürger hin zu einer bewussten und gesunden Lebensweise stattgefunden. Gleichzeitig muss Krankheit immer stärker aus dem eigenen Geldbeutel finanziert werden. Beide Faktoren führen laut Huber zu einem Rollenwandel vieler Patienten: „So verstehen sich Menschen heute mehr und mehr als eigenverantwortliche Manager ihrer Gesundheit. Zudem erhalten Patienten, durch den stärkeren Fokus von Gesundheits-Anbietern auf Endkunden, mehr Angebote zum Erhalt und zur Förderung ihrer Gesundheit“. Besonders spannend war Hubers These, dass Gesundheit nicht nur über die Beseitigung der Ursachen von Krankheit erzielbar sei – sie entstehe auch aus Positivem, also über die Verstärkung dessen, was Menschen wertschätzen und ihnen Freude bereitet. „Positive Gesundmacher sind häufig wirksamer als Verbote und Vorschriften“, so die Zukunftsforscherin in ihrem Statement.

Dem Thema „Gamification“ waren dann gleich drei Vorträge gewidmet. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Volker Busch, Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie aus Deutschland widmete sich dem Thema „Spielifizierung“ aus psychologischer und neurowissenschaftlicher Perspektive. Wissenschaftlich evident sei laut dem Neurologen eine nachhaltige Verbesserung von Leistung – eine nachhaltige Verbesserung von Kreativität oder Produktivität allerdings nicht. Neben den positiven Effekten von Gamification bestehe allerdings auch die Gefahr, dass die Reizschwelle, ab der sich Menschen für etwas begeistern, kontinuierlich weiter nach oben gesetzt werde. „Weniger ist hier mehr – daher muss Spielifizierung sparsam eingesetzt werden“ so der ärztliche Ratschlag.

Mag. Dieter Rappold, Geschäftsführender Gesellschafter der vi knallgrau warf dann einen Blick auf den immer verzweifelteren Kampf der Marketing- und Werbekampagnen um die Gunst der User. „Gamification kann hier ein probates Mittel zum Zwecke sein“, so der Werber „das funktioniert am besten indem Alltagsroutinen, oder Tätigkeiten, denen man üblicherweise keine oder wenig Beachtung schenkt, mit spielerischen Elementen – durch Rätsel, Suche, Sammeln oder Wettkampf – aufgeladen werden“.

Fredrik Debong, Co-founder und Community Relations Lead von MySugr präsentierte schlussendlich im Rahmen seines Vortrags eine Usability-Engineering-Studie, die sehr gut veranschaulichte, wie digitale Hilfsmittel positive Veränderungen im Krankheitsmanagement von Patienten bringen können.

Mit dem PMCA-Tag beschloss der Pharma Marketing Club Austria das heurige Jahr. Das traditionell am PMCA-Tag verteilte „Plakat zum Österreichischen Gesundheitswesen“ wird – erstmals in elektronischer Form – nachgereicht.

Impressionen: