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Medizin Medien Austria gibt Einblick in das (digitale) Lernverhalten der Ärzte

Niedermoser Peter 5(C)Laresser

Dr. Peter Niedermoser, Akademie der Ärzte

„Wir werden es schaffen, dass bis 1. September 2016 99% der österreichischen Ärzte ihre Fortbildung glaubhaft machen können“, gab sich Dr. Peter Niedermoser, Präsident des Wissenschaftlichen Beirats der Akademie der Ärzte im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu der der Fachverlag Medizin Medien Austria letzte Woche eingeladen hatte, überzeugt. Über vierzig Pharma-Manager lauschten dann auch seinen Ausführungen über DFP-Punkte, Glaubhaftmachung der Fortbildung und E-Learning. Letzteres sei, so Niedermoser, ein sehr wichtiges Thema für die Ärztefortbildung, zumal bereits jetzt knappe 150.000 Test pro Jahr auf der hauseigenen Plattform www.meindfp.at absolviert würden.

Dr. Klaus Himpsl-Gutermann, Leiter des Zentrums für Lerntechnologie und Innovation an der Pädagogischen Hochschule in Wien, spannte dann in seiner Key-note mit Ramellis Bücherrad aus dem Jahre 1588 bis hin zu Microsofts HoloNotes einen weiten Bogen des (E-)Learnings. „Wichtig dabei ist und bleibt das „didaktische Dreieck““, so der Pädagoge, „es gilt dabei eine Sache zu vermitteln, Lernende zu aktivieren und zu betreuen“. Digital könne man dabei fast in allen Lagen sehr gut unterstützen, so Himpsl-Gutermann, der die entsprechenden Möglichkeiten dann in Form des „Flipped Classrooms“ veranschaulichte.

„Bereits 66% der Ärzte in Österreich nutzen das Internet täglich für berufliche Zwecke“, zitierte danach Mag. Stefan Potyka, Country Head des Marktforschungsanbieters Questback aus einer kürzlich durchgeführten groß angelegten Internetbefragung, die er im Auftrag von Medizin Medizin Medien Austria durchgeführt hatte. Knappe 2800 Ärzte hätten an der Umfrage teilgenommen und dabei einen sehr guten Einblick in ihr Fortbildungsverhalten gegeben, erklärte Potyka. Unterschiede in der Internetnutzung nach Alter seien dabei weniger überraschend als die Tatsache das Vorarlberger Ärzte signifikant höhere Internet-Nutzungswerte angaben als zum Beispiel Ärzte aus Niederösterreich. Auch in den Fachgruppen komme es zu sehr unterschiedlichen Nutzungsverhalten. So seien, laut der Studie, Chirurgen beispielsweise mit einer täglichen Nutzung von 75% viel häufiger im Netz zu Hause als Orthopäden (58%). Die gute Nachricht, so Potyka sei, dass Österreichs Ärzte das Internet stark nutzen und die Tendenz weiterhin steigend sei.

Ähnliches wusste auch Mag. Thomas Burg, Leiter der Digital Services bei Medizin Medien Austria zu berichten, der in seinem Vortrag einen Einblick in das Nutzungsverhalten der User auf der Plattform medONLINE.at gab. „Wir sehen uns als You Tube der medizinischen Fortbildung“, so Burg über die strategische Ausrichtung der Site, „der Zugang zum E-Learning muss ähnlich leicht gemacht werden, denn weder universitärer noch gesetzlicher Druck steht hinter unserem Angebot.“ Entsprechend wichtig wären dann auch die Ergebnisse aus der Nutzungsstudie, so Burg, aus der er zwei wichtige Erkenntnisse zieht. Einerseits sei die Nutzung größtenteils abends, bzw. nachts im Nachtdienst und die Dauer eines E-Learnings sollte im Stück nicht viel länger als 30 Minuten dauern. „Ein Webinar zu Mittag, auf 2 Stunden anberaumt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt“, so der Digital-Experte abschließend.

Einem ganz anderen Thema widmete sich Martina Schoen, BA, Verantwortliche für das Marktfoschungspanel „MindMaker“ bei den Medizin Medien Austria, im abschließenden Vortrag. „Nicht wie und wann Ärzte lernen, sondern was können wir von den Ärzten lernen ist Thema meines Vortrags“ so die Salesmanagerin in ihrem Eingangsstatement. Vorgestellt wurde dann das digitale Marktforschungspanel „MindMaker“, das mit über 3.000 Panelärzten repräsentativ für ganz Österreich Ergebnisse für Marktaktivitäten liefern kann. Ganz nach Kundenwunsch, so Schoen, biete man Befragungen als Stimmungsbarometer genauso wie nach berechneten Stichproben ausgewertete, repräsentative Marktforschung.

Wenn Sie Interesse an den Vorträge haben, bitte hier anfordern: schoen@medizin-medien.at