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Novartis zahlt Buße in Südkorea

novartis hqDer Pharmakonzern Novartis sieht sich in Südkorea mit einer Bußgeldzahlung von umgerechnet 48 Millionen Schweizer Franken konfrontiert. Novartis soll Ärzten sogenannte Kickbackzahlungen gewährt haben, wenn diese bestimmte Medikamente verschrieben. Zusätzlich droht Ungemach seitens des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt, das die Versicherungsabdeckung für die Medikamente Exelon und Zometa für 6 Monate sistiert haben soll.

Novartis bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Ankündigung des Ministeriums und erwartet bis Ende Mai eine endgültige Entscheidung der Behörde. Man bedaure, dass bestimmte Mitarbeiter in Korea kleine medizinische Veranstaltungen und andere wissenschaftliche Aktivitäten via Fachzeitschriften durchgeführt hätten. Das Verhalten stehe im Widerspruch zu den konzerneigenen Richtlinien.

Bereits im Sommer letzten Jahres hatte Novartis Probleme mit den Behörden in Südkorea. Teure Einladungen zu Kongressen führten damals zu Anklagen gegenüber mehreren Mitarbeitern des Basler Pharmaunternehmens.