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Pfizer-Allergan-Fusion abgesagt?

PfizerNeue Maßnahmen der US-Regierung gegen die Steuerflucht durch Firmenfusionen könnten den 160-Milliarden-Dollar-Deal von Pfizer und Allergan platzen lassen. Das US-Finanzministerium gab am Montag neue Regeln bekannt, die sich gegen die Verlegung von Firmensitzen ins Ausland nach Übernahmen richten. Die Fusion von Branchenprimus Pfizer mit dem Botox-Hersteller Allergan dürfte dabei von einer der neuen Regeln direkt betroffen sein. Nach Bekanntwerden der neuen Vorschriften brach die Allergan-Aktie um mehr als ein Fünftel ein. Die Aktie des potenziellen Käufers Pfizer legte dagegen um drei Prozent zu. Die Konzerne gaben bekannt, die neuen Vorschriften zu prüfen.

allerganEigentlich war nach der Fusion der beiden Pharmamultis eine Verlegung des Firmensitzes in das Steuer-schonende Irland geplant. Genau das soll jetzt durch neue Regelungen des US-Finanzministeriums verhindert werden. Im Speziellen geht es dabei um Fristen für die Berücksichtigung von Zukäufen ausländischer Unternehmen in den USA. Das könnte Pläne für eine Inversion durchkreuzen, denn Allergan etwa hat in den vergangenen drei Jahren Milliarden-Zukäufe getätigt. Erst dadurch erlangte der Konzern die notwendige Größe, die die Verlagerung eines gemeinsamen Firmensitzes mit Pfizer ins Ausland überhaupt erlauben würde.

Die entscheidende Frage wird jetzt sein, ob Pfizer die neue Vorschrift als Grund betrachtet, den Deal nicht weiter voranzutreiben. Im Falle eines Ausstiegs drohen allerdings 400 Millionen Dollar als Abschlagszahlung.