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Pfizer: Produktionschef besucht Orth/Donau

Tony Maddaluna, Chief Pfizer Global Supply

Tony Maddaluna, Chief Pfizer Global Supply

Zwei Gebäude mit rund 230 Mitarbeitern hat Pfizer im Zuge der Übernahme des Impfstoffgeschäfts von Baxter (FSME- und Meningokokken C-Vakzine) am Rande der Donauauen bei Orth übernommen. Anlass genug für den obersten Produktionschef des Konzerns, Tony Maddaluna die neue Produktionsstätte zu besuchen und Einblick in seinen Wirkungsbereich zu geben. „Pfizer Global Supply bestreitet die Produktion inklusive des Zukaufs aller notwendigen Produkte und die gesamte Logistik für die Auslieferung für den weltweiten Konzern. Wir produzieren rund 600 verschiedene Produkte. 30 bis 35 Prozent davon stammen aus der Biotechnologie. Wir haben 20.000 Beschäftigte weltweit in der Produktion. Es geht derzeit jährlich um drei Milliarden Packungen für Konsumenten“, so Maddaluna in einem Interview mit der APA.  Den rund 230 Mitarbeitern in Orth postulierte er dann einen sehr guten Job beim Übergang von Baxter zu Pfizer.

Ein besonderes Anliegen war dem Top-Manager dann auch die Qualitäts- und Liefersicherheit von Arzneimitteln. „Kosten, Versorgungssicherheit und Qualität sind ein Dreieck. Kompromisse bei der Qualität sind keine Wahl“, so Maddaluna, „wenn wir etwas zukaufen, dann gehen wir in diese Unternehmen. Manchmal ist es notwendig, bevor wir ein Geschäft eingehen, diesen Unternehmen bei der Erfüllung von Standards zu helfen. Sollte sich herausstellen, dass es nicht geht, brechen wir die Kontakte ab“. Dies gelte vor allem auch für Unternehmen in Indien und China, wo mittlerweile eine Vielzahl von aktiven Wirksubstanzen für die pharmazeutische Industrie, Vorläufersubstanzen und andere Produkte hergestellt werden.

Für einen weltweit tätigen Pharmakonzern sei auch die Planung der Produktionsstandorte bereits mittelfristig problematisch. „Wir haben derzeit weltweit um die 55 Produktionsstandorte. Wir hatten aber auch schon 30 bis 35 oder mehr als hundert“, so der Produktionschef. Abhängig sei das im hohen Maße von möglichen Übernahmen (bei Pfizer in der Vergangenheit zB. Warner Lambert, Wyeth, Pharmacia) aber auch von der Diversität der einzelnen Arzneimittelmärkte. „Bevor in Europa die Grenzen hochgingen, hatten wir in viel mehr Ländern Produktionen.“, so Maddaluna abschließend.