Wege zum erfolgreichen Multi-Channel-Marketing

Multi-Channel-Marketing ist das Gebot der Stunde. Es vergeht kaum ein internationaler (Pharma-)Marketing-Event, der sich nicht diesem Thema annimmt. Doch was bedeutet dieses oft zitierte Wort für das Pharma-Marketing in Österreich? Und wie lässt sich Multi-Channel-Marketing ­in die Praxis umsetzen? Diesen Fragestellungen und mehr ging eine bestens besuchte Veranstaltung letzten Freitag im Haus der Medizin Medien Austria auf den Grund.

„Wir befinden uns im Jahr des Digital Tipping Points“, so Mag. Thomas Burg, Head of Digital Business bei den Medizin Medien Austria im Rahmen seines Vortrags zum Thema „Digitales Marketing: ein Kanal und noch viel mehr…“, den er vor circa vierzig interessierten Pharma-Managern letzten Freitag in der Grünbergstraße 15 hielt. Anlass dazu war eine „wegweisende“ Veranstaltung der Medizin Medien Austria zum Thema „Wege zum erfolgreichen Multi-Channel-Marketing“, die die theoretischen Grundlagen und praktische Best-practice-Beispiele den Teilnehmern vermitteln sollte.

Klaus Eck, Key-Note-Speaker und seit 20 Jahren beratend in Marketing- und Kommunikationsfragen tätig, kam dann auch gleich – live aus München zugeschaltet – zur Sache: „Wer keine Multi-Channel-Strategien aufbaut, verpasst den Anschluss und verliert langfristig.“ Für ihn gelte es eine Vertrauensbasis mit den Stakeholdern, aber auch mit den Patienten aufzubauen. Und je früher man damit starte, umso eher erreiche man dann auch sein Zielgruppe. „Denn die Kluft zwischen den Generationen in der Internetnutzung verringert sich täglich“, so der Web-Profi.

Mag. Claudia Handl, Director Corporate Affairs beim Branchenprimus Pfizer Österreich schlug dann in eine ähnliche Kerbe, wenngleich so Handl, „das begrenzte Budget auf der einen Seite und die strengen rechtlichen Rahmenbedingungen auf der anderen Seite viele wünschenswerte Projekte gar nicht erst entstehen lassen“.  Pfizer setze aber doch auf eine sehr innovative Multi-Channel Strategie, so die Managerin, zumal mit dem neuen Projekt „Tele-Detailing“ ein ganz neuer Weg beschritten werde. „Wichtig ist es, dass das gesamte Unternehmen hinter der Strategie steht“ so Handl weiter „ohne Rückendeckung aus der Unternehmensführung sollte man gar nicht beginnen“.

MMag. Lisa Ziniel von den Medizin Medien Austria zeigte in ihrem Vortrag wie wichtig es ist, über die Zielgruppe „Arzt“ bestens  Bescheid zu wissen. Das „Wer“ bestimme in diesem Zusammenspiel das „Wie“ und das „Was“, so Ziniel weiter, denn wisse man nicht woran mein Zielarzt Interesse zeige, und über welchen Kommunikationskanal ich ihn erreichen kann, dann brauche ich mir auch über den Inhalt und den Übermittlungsweg keine Gedanken machen.

Ähnliches wusste dann auch Reinhard Rosenberger, Verkaufsleiter bei den Medizin Medien Austria zu berichten. Es sei höchst an der Zeit mehr Transparenz  und Ehrlichkeit in die digitale Reichweite zu bringen. „Wir zeigen auf unserer Plattform medONLINE.at live und für jeden nachvollziehbar, wie viele ÄrztInnen sich an diesem Tag, in der letzten Woche und im letzten Monat online befunden haben“, so der Verkaufsleiter. Die technische digitale Reichweite liege ja, zumindest für das e-Mail, mittlerweile bereits bei nahezu 100% und auch die Nutzung elektronischer Fortbildung erfreue sich großer Beliebtheit. Das zeige auch das innovative Fortbildungskonzept „ÖGIM F/lip“, das je nach Präferenz des Teilnehmers live, online und per Literaturstudium konsumiert werden kann und das 2013 auch von über 4000 ÄrztInnen genutzt wurde.

Dass wir mit 2014 den sogenannten Digitale Tipping Point erreicht haben, also jenen Zeitpunkt, wo bereits mehr als die Hälfte der aktiven Health Care Professionals zu den sogenannten „Digital Natives“ zählt, wusste dann Mag. Thomas Burg zu berichten. „Das führt zu einem Umdenken in der strategischen Marketing-Ausrichtung vieler unserer Pharmakunden“, so Burg weiter „umso wichtiger ist es mit unserer Plattformen  medONLINE.at einen vertrauensvollen Online-Zugang zu den Ärzten anbieten zu können“.

Für alle die die Veranstaltung versäumt haben, gibt es die Präsentationen hier zum Nachlesen:

2014_Klaus Eck_Man kann niemanden überholen wenn man in seine Fußstapfen tritt_Multi Channel

2014_Claudia Handl_MCM bei Pfizer

2014_Lisa Ziniel_Das Wissen über die Zielgruppe_Multi Channel

2014_Reinhard Rosenberger_Der Weg ist das Ziel_Multi Channel

2014_Thomas Burg_Wer sagt, dass er seinen Weg kennt, hat vergessen, dass die Landkarte des Lebens jeden Tag neu geschrieben wird