Apothekerverband startet APOdirekt

Der Österreichische Apothekerverband, die Interessensvertretung der selbständigen Apotheker des Landes reagiert auf die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen mit Anfang 2015 und launcht mit APOdirekt eine "Vorstufe" zum Internetversandhandel.

APOdirekt.at_hpdgfMit Anfang 2015 soll nun endgültig das Versandhandelsverbot für rezeptfreie Medikamente und damit auch das Verbot für heimische Internetapotheken fallen. Um diesen geänderten Marktbedingungen etwas entgegen zu setzten, launcht der Österreichische Apothekerverband dieser Tage das Webportal APOdirekt (www.apodirekt.at), eine Art Vorstufe zur virtuellen Apotheke. Der Kunde soll sich dabei bequem von zuhause aus via Internet seriös über Gesundheitsthemen und Medikamente informieren und er habe dann gleich die Möglichkeit, in einer nahe liegenden Apotheke seine rezeptfreien Medikamente vor zu reservieren. Abholen und bezahlen muss er dann allerdings doch direkt in der Apotheke. Genau darin sehen auch die Kritiker den Knackpunkt. Clemens Favero von der Versandapotheke Vital & G´sund apotheke-österreich.at sieht in einem Interview mit der Tageszeitung Kurier da keinen großen Vorteil für Konsumenten, wenn sie ein Produkt über die Plattform vorbestellen und dann in der Apotheke abholen müssen. Das sei sogar ein Schritt mehr und es gebe außerdem keinerlei Preisvorteile, die ja für Versandapothekenkunden hauptausschlaggebend seien, meint der Kritiker. Man darf also gespannt sein, wie das neue Service angenommen wird.