GSK droht nun auch in Polen Ungemach

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline ist erneut mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Laut einem Bericht des deutschen "Handelsblatts" sollen GSK-Mitarbeiter in Polen mit Bestechungen Absätze in die Höhe getrieben haben.

gsk_2Der britische Pharma-Multi GlaxoSmithKline muss sich nach Korruptionsvorwürfen in China und dem Irak nun auch in Polen einer behördlichen Untersuchung stellen. Die Anti-Korruptions-Behörden ermitteln derzeit, ob das Unternehmen mit Bestechungsgeld den Absatz seiner Medikamente in die Höhe getrieben hat.

Insgesamt sei Anklage gegen 13 Personen erhoben worden, teilte die Behörde diese Woche mit. Laut Angeben von GSK habe ein Mitarbeiter gegen die Unternehmensregeln verstoßen und sei deswegen gemaßregelt worden. In dem Fall geht es Berichten zu folge um ein Programm im Bereich Atemwegserkrankungen in der Region Lodz, das von 2010 bis 2012 gelaufen sein soll.

Erst letzte Woche hatte GSK Korruptionsvorwürfe im Irak eingeräumt. Demnach hat das Unternehmen dort beim Staat beschäftigte Mediziner und Pharmazeuten im Vertrieb angeheuert und dafür bezahlt, den Verkauf seiner Arzneien anzukurbeln.

In China wird GSK vorgeworfen, in großem Ausmaß Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben. Der Skandal führte zu massiven Umsatzeinbrüchen in der Volksrepublik und brachte GSK einen enormen Imageschaden ein.