Sanofi trennt sich von Viehbacher

Christopher A. Viehbacher ist nicht mehr Chef des französischen Pharmakonzerns Sanofi. Der Verwaltungsrat hat den Deutsch-Kanadier mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern enthoben.

Chris Viehbacher
Chris Viehbacher

Sechs Jahre lang führte Viehbacher die Geschicke des französischen Pharmakonzerns, ehe er nun ohne Angaben von Gründen vom Verwaltungsrat entlassen wurde. Gerüchten zufolge sollen unabgesprochene Initiativen Viehbachers, die den Verkauf mehrerer Medikamentenpakete zum Ziel hatten, zur Entlassung geführt haben. Mit ein Grund dürfte wohl auch das schwächelnde Diabetesgeschäft – die Bilanz wurde zuletzt schwer belastete – gewesen sein. Als Erfolg kann Viehbacher die 2011 erfolgte Übernahme des US-amerikanischen Biotech-Unternehmens Genzyme verbuchen. Allerdings gab es auch dabei kritische Stimmen, die durch die Übernahme einen Bedeutungsverlust des französischen Standorts befürchteten. Sein Umzug von Paris nach Bosten dürfte schlussendlich wohl auch nicht zum Vertrauen der Franzosen beigetragen haben.