Wie pharmazeutische Unternehmen zur Krisenbewältigung beitragen

Vielfältige Maßnahmen helfen, die Versorgung der lokalen Bevölkerung und von Patientinnen und Patienten weltweit zu verbessern.

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Pharmazeutische Unternehmen leisten neben der Erforschung wirksamer medikamentöser Therapien ebenfalls auf andere Art und Weise einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise. Von Geld- und Sachsprechen, über die Bereitstellung von speziell geschultem Personal, bis hin zur Unterstützung bei der Lieferung wichtiger Medikamente an Personen, die ihr Zuhause nicht verlassen können. „Weltweit und auch in Österreich setzen die Produktions- und Vertriebsunternehmen im Arzneimittelsektor wertvolle Maßnahmen, um Institutionen zu unterstützen und Personen in Not unter die Arme zu greifen“, so Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG.

metamorworks/864483394 via gettyimages

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Viele Unternehmen leisten finanzielle Beiträge entweder über globale Fonds und Kooperationen oder auch gezielt an österreichische Organisationen, wie zum Beispiel an das Österreichische Rote Kreuz durch Novartis oder an den Corona-Nothilfefonds der Caritas durch Pfizer.

Sachspenden erfolgen von vielen Unternehmen für unterschiedliche Regionen in Österreich. So stattet Bayer Klinikpersonal des Allgemeinen Krankenhauses mit Atemschutzmasken und Einmal-Handschuhen aus, Novartis lieferte 30.000 Schutzmasken an Klinikpersonal in Tirol und AstraZeneca wird ebenfalls eine größere Anzahl Masken an das Österreichische Rote Kreuz spenden. Richter Pharma leistete in Oberösterreich einen wertvollen Beitrag, indem alle Polizeiwägen der Welser Polizei mit Handdesinfektionsmittel ausgestattet wurden. Gemeinsam mit ERWO Pharma spendete das Unternehmen des Weiteren Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Immunsystems für Mitglieder des „Teams Österreich“ und für Bedürftige.

Auf internationaler Ebene gab es bisher Sachspenden von auch in Österreich vertretenen Unternehmen wie AstraZeneca in Italien (Mund-Nasen-Schutzmasken), Bayer in Deutschland (Geräte zur Virusdiagnostik), in den USA (rezeptfreie Medikamente und Multivitamine) und in Indien (Schutzausrüstung), Menarini Pharma in Italien und Merck in Deutschland (Desinfektionsgel). Um die Testkapazität zu erhöhen stellt Bayer obendrein speziell geschultes Fachperson in Deutschland zur Verfügung.

Das PHARMIG-Mitglied Schwabe Austria leistet lokal Unterstützung. In Kooperation mit dem Apothekerverband und anderen Unternehmen/Verbänden werden in einzelnen Orten Apotheken unterstützt, indem Außendienstpersonal Medikamente von Apotheken an Personen zustellt, die ihren Wohnsitz derzeit nicht verlassen können.

„Das sind viele unterschiedliche Maßnahmen, die die Unternehmen hier setzen. Abgesehen von der intensiven Suche nach einem Impfstoff und nach Behandlungsmöglichkeiten sind das erfreuliche Beiträge, die dazu dienen, die derzeitige Krise in Österreich und in der ganzen Welt zu bewältigen“, dankt Herzog den Verbandsmitgliedern.

Quelle: Pressemeldung PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs , APA OTS 09.04.2020