Europas größte Initiative zur Beschleunigung der Entwicklung von Therapien für COVID-19

Neben der Entwicklung schnell verfügbarer Lösungen durch die Neupositionierung existierender Therapien fokussiert sich die Initiative auf ein langfristiges Verständnis der Krankheit und die Entwicklung von Therapien für COVID‑19 und künftige Coronavirus-Erkrankungen.

Am 18. August startete CARE (Corona Accelerated R&D in Europe), ein Konsorti­um, das von der öffentlich-privaten „Innovative Medicines Initiative“ (IMI) gefördert wird. Ziel des Konsortiums ist die Beschleunigung der Erforschung und Entwicklung dringend benötigter Medikamente zur Behandlung von SARS-CoV-2, dem Virus, das COVID‑19 auslöst. CARE wird mit Mitteln von insgesamt 77,7 Millionen Euro durch finanzielle Beiträge der Europäischen Union (EU) sowie Finanz- und Sachbeiträgen von elf Unternehmen der „European Federation of Pharmaceutical Industries and Asso­ci­ations“ (EFPIA) und von drei „IMI Associated Partners“ unterstützt.

Die Initiative ist auf fünf Jahre ausgelegt und bündelt die Arbeit von 37 Partnern aus 11 Ländern und wird von VRI-Inserm (dem französischen natio­nalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung in Paris in Frankreich), Janssen Pharmaceutica NV, einem der Janssen-Pharmaceutical-Unternehmen von Johnson & Johnson (Beerse, Belgien), und der Takeda Pharmaceuticals International AG (Zürich, Schweiz) geleitet. CARE verbindet COVID-19 Projekte die von den Partnern seit Februar 2020 gestartet wurden.

Boehringer Ingelheim leitet als Mitglied des CARE Konsortiums die Arbeiten zur Entwicklung von virusneutralisierenden Antikörpern. Darüber stellt das Unternehmen antivirale Moleküle aus seinem ehemaligen HIV- und HCV-Portfolio und Kleinmoleküle aus einem Screening seiner gesamten Molekülbibliothek bereit.

Quelle: Pressemeldung Boehringer Ingelheim, APA OTSSymbolfoto Coronavirus