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Reckitt Benckiser will sich von Pharmasparte trennen

rbDer britische Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser will sich nun endgültig von seiner Pharmasparte trennen. Nach einer mehrmonatigen Prüfung teilten die Briten dieser Woche mit, dass die Ausgliederung des Geschäfts über einen Börsengang am wahrscheinlichsten sei. Der Bereich der im Oktober letzten Jahres auf zwei Milliarden Pfund geschätzt wurde, soll wohl verkauft werden.

Schuld an der schrumpfenden Pharmasparte ist die Generika-Konkurrenz für das für Reckitt umsatzstärkste Medikament, dem Drogen-Substitutionsmittel Subaxone. Im abgelaufenen Quartal brachen die Umsätze um 11% ein. Einen Zuwachs verzeichnete hingegen das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Hier legten die Briten um 11% zu. Vor allem Nurofen-Schmerzmittel, das Allergieprodukt Mucinex, aber auch die Nahrungsergänzungspalette Airborne wuchsen entsprechend stark. Weniger stark fiel das Wachstum in den Bereichen Hygiene und Hauspflege aus. Weil die Grippewelle kleiner gewesen sei als vor einem Jahr, hätten die Kunden im ersten Quartal weniger von den Desinfektionsmitteln Lysol und Dettol gekauft, erläuterte das Management. Im Konzern wuchsen die Erlöse auf vergleichbarer Basis um vier Prozent und damit etwas stärker als von Branchenexperten erwartet.