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„Wer Fische fangen will, muss vorher die Netze flicken“

MMA_LogoDie Investitionen in digitale Marketingkanäle im Pharmamarkt sind 2012 weltweit um 40% gestiegen. Gleichzeitig wurden Ausgaben im Bereich des Außendienstes um 12% gekürzt. Diese radikalen Veränderungen, die eine rezente Studie der CSD dem Markt 2012 bescheinigte, nahmen die Medizin Medien Austria am Freitag vergangener Woche zum Anlass, um heimischen Pharmamanagern neue, innovative Ansätze und Konzepte zu präsentieren. „Im Netz regiert radikale Nutzer- und Nutzenorientierung“, so Alexander Schachinger, Gründer und Geschäftsführer von HealthCare42, in seiner Key-Note zum Thema „Die neuen Regeln der digitalen Welt“. „Nur wer das berücksichtigt, hat überhaupt eine Chance, über eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle hinauszukommen. Man denke nur an die Unzahl an Apps, die in den diversen Stores herumdümpeln, ohne wirkliche Chance auf entsprechende Nutzerzahlen. Hier wird definitiv Geld verbrannt“, so der Experte weiter. MMag. Lisa Ziniel führte dann anhand eines Rechenbeispiels sehr anschaulich vor, wie anhand von ungenauen Targeting – Ansätzen in generikafähigen Märkten Ressourcen vergeudet werden. „Detailliertes Targeting bietet hier locker jährliche Einsparmöglichkeiten jenseits der 50.000 – Euro – Grenze alleine bei den A-klassifizierten Allgemeinmedizinern“, so die Projektleiterin von Dynamic Targeting bei den Medizin Medien Austria. Einen gänzlich neuen Ansatz, Meinungs- und Marktforschung bei Österreichs Ärzten durchzuführen, präsentierten Reinhard Rosenberger, MMA und Mag. Stefan Potyka, Country Manager von QuestBack Österreich. „Wir rekrutieren gerade das erste Online-Ärzte-Panel Österreichs“, so der Verkaufsleiter der Medizin Medien Austria, „mit der Einwerbung über Online-, Print- und Veranstaltungskanäle garantieren wir natürlich auch die entsprechende Repräsentativität.“ „Resultate innerhalb weniger Tage sind wohl der größte Vorteil den ein Online-Panel bietet“ führte dann Stefan Potyka in seinem Vortrag aus. „Menschen allgemein, und so auch Ärzte, antworten vor dem Computer ehrlich, außerdem können sie es hier zeit- und ortsunabhängig tun. Zusätzlich kann jeglicher multimedialer Inhalt in die Umfrage eingebunden werden.“, so der Marktforschungsexperte abschließend. Das Online-Panel soll laut Rosenberger und Potyka in ca. drei Monaten rekrutiert sein. Wie Österreichs Ärzte tatsächlich „ticken“ und über welche Kanäle Fortbildung genutzt wird, präsentierte Stefanie Schlagbauer, BSc anhand einer bei knapp 1000 Ärzten durchgeführten repräsentativen Studie. Dass das Online-/Offline-Nutzungsverhalten doch nach wie vor sehr stark altersabhängig korreliert, konnte auch in dieser Studie eindrucksvoll bewiesen werden. Mag. Thomas Burg, Leitung Digital Services bei den Medizin Medien Austria, berichtete in seinem Vortrag von der sehr beeindruckenden Entwicklung des Ärzteportals „medONLINE.at“. „Wir sind seit Ende Jänner am Start, haben über 3000 Neuregistrierungen und bereits über 30.000 Logins“, so Burg in seinen Ausführungen, „was uns aber noch viel wichtiger ist, ist die durchschnittliche Verweildauer, die mittlerweile bei fast acht Minuten liegt.“

Für alle, die die Veranstaltung versäumt haben gibt es hier die Präsentationen als PDF: